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Ralswiek, Rügen
Wer Ralswiek hört, denkt zuerst an die bekannten Störtebecker- Festspiele.
Kuba - alias Kurt Barthel (ein Schriftsteller) ist wohl heute der bedeutendste Name, der mit dem Ort verbunden sein soll. Aber fragt man die Leute, wissen sie meist nichts mit ihm anzufangen. Er hat die Geschichte vom Klaus Störtebecker geschrieben.
Das 1893/94 erbaute Schloß oberhalb der Festspielbühne, mit seinem schönen Park und der umfangreichen Baumflora ist einen Ausflug wert. Der Hafen am Jasmunder Bodden vermittelt das typische maritime Flair, vom Segelschiff bis zum Räucherschiff ist hier alles vertreten.
Im Mittelalter war Ralswiek einer der bedeutendsten Handelsplätze Rügens.
Im Jahr 1967 wurde Ralswiek noch einmal im archäologischem Sinne berühmt, denn man machte Ausgrabungen von mehreren Booten aus dem 9. bis 11. Jahrhundert, die von den Rannen benutzt wurden. Ebenfalls fand man Grundrisse von Häusern und Skelette aus dieser Zeit, die einen germanischen Opferplatz vermuten lassen.
Im Jahre 1973 entdeckten Forscher bei Ausgrabungen einen 3 kg schweren Silberschatz arabischer Herkunft, der den Ort als Handelsort bestätigte. Mittlerweile gibt es weit über zehntausend Einzelfunde.
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